Wussten Sie, dass...
der Begriff Anästhesie aus dem Griechischen stammt und "ohne Wahrnehmung" bedeutet?

Anästhesist

GPR

Klinik für Anästhesiologie, anästhesiologische Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie

 

„Das Team unserer Klinik besitzt eine hohe Kompetenz und bietet den Patienten einen sehr hohen Sicherheitsstandard," so Chefarzt PD Dr. med. Gerd Albuszies.

In unserer Klinik hat die Sicherheit des Patienten während eines operativen Eingriffs höchste Priorität.  Ziel der Anästhesie ist es, den Patienten während der Operation neben der Aufrechterhaltung der lebenswichtigen  Körperfunktionen, Schlaf, Schmerzfreiheit und Bewusstlosigkeit zu garantieren und damit auch dem Operateur optimale Bedingungen zur Durchführung der Operation zu schaffen.

 

Um sich ein Bild vom Gesundheitszustand und der Persönlichkeit des einzelnen Patienten zu machen, aber auch um den Patienten über die erforderlichen Narkosemaßnahmen aufzuklären und ihm  gegebenenfalls die Alternativen zwischen zwei oder mehr möglichen Narkoseverfahren zu erläutern und die Entscheidung zu erleichtern, findet (meist ein oder mehrere Tage vor der Operation) das sogenannte „Prämedikationsgespräch“ mit einem ärztlichen Mitarbeiter der Abteilung statt. Ein weiteres wichtiges Ziel dieses Gesprächs ist es, dem Patienten die Angst vor der Narkose zu nehmen, die häufig ausgeprägter ist als die Angst vor der Operation. Diese Gespräche finden für die gehfähigen Patienten in unserer Anästhesieambulanz statt, die ans Bett gebundenen Patienten werden von unseren Ärztinnen und Ärzten am Krankenbett aufgesucht.

 

Für die Durchführung der Narkose stehen uns alle modernen Anästhesieverfahren zur Verfügung und das Altersspektrum unserer Patienten erstreckt sich vom Kleinkind bis zum über 100-jährigen. Neben verschiedenen Formen der Allgemeinanästhesie oder Vollnarkose führen wir auch Teilnarkosen oder Regionalanästhesien durch. Während die rückenmarksnahen Verfahren (Spinal- und Periduralanästhesie) seit langem zu unserem Leistungsspektrum gehören, konnten wir durch die Einführung der Ultraschallbildgebung die Methoden zur Betäubung des Arms bzw. der Schulter aber auch des Beins deutlich erweitern und verbessern. Selbst für Operationen an der Halsschlagader wird kaum noch eine Vollnarkose benötigt, seit wir mit Hilfe der Ultraschalldarstellung das Operationsgebiet sicher und risikoarm betäuben können. Hier wird bewusst während der Operation der Kontakt zum wachen Patienten aufrecht erhalten, um eventuelle Durchblutungsstörungen des Gehirns sofort zu bemerken und zu behandeln.

 

Das Ende der Operation bzw. der Narkose bedeutet nicht, dass nun auch die Betreuung durch die Anästhesieabteilung abgeschlossen ist. Im Aufwachraum werden die Patienten im unmittelbaren Anschluss an die Operation von zwei Anästhesiepflegekräften überwacht, der Kreislauf wird kontrolliert, bei Bedarf wird Sauerstoff zugeführt und vor allem wird mit der postoperativen Schmerztherapie  begonnen. Während im einfachsten Falle die Schmerzbekämpfung nach einem festgelegten Schema auf der Station weitergeführt wird, bekommt der Patient mit zu erwartenden stärkeren Schmerzen bei der sogenannten PCA (patientenkontrollierten Analgesie) im Aufwachraum eine Pumpe, aus der er sich bei Bedarf eine bestimmte Dosis an Schmerzmittel, welches über eine intravenöse Verweilkanüle verabreicht wird, abrufen kann. Natürlich ist diese Pumpe so programmiert, dass eine Überdosierung ausgeschlossen ist. In der großen Mehrzahl der Fälle reicht eine Standardprogrammierung für eine befriedigende  postoperative Schmerztherapie aus. In Einzelfällen kann der ärztliche Schmerzdienst unserer Abteilung, der routinemäßig zwei Mal täglich die Schmerzpatienten aufsucht, eine individuelle Einstellung der Pumpe vornehmen. Als weiteres Verfahren zur postoperativen Schmerzbekämpfung seien die kontinuierlichen Nervenblockaden genannt, die speziell bei bestimmten Eingriffen an den Extremitäten durchgeführt werden. Hier werden nach Durchführung der oben erwähnten Teilbetäubungen über eine Hohlnadel sehr dünne Katheter in die Nähe der auszuschaltenden Nerven gelegt. Über Spritzenpumpen wird über diese Katheter nach der Operation weiterhin örtliches Betäubungsmittel  verabreicht, was zu einer fast vollständigen postoperativen Schmerzfreiheit führt. Auch diese Katheter unterliegen der Kontrolle durch den ärztlichen Schmerzdienst.


Eine weitere Aufgabe des Anästhesisten, die im Rahmen des Schmerzdienstes Erwähnung finden soll, ist die Durchführung von Periduralanästhesien im Kreissaal zur geburtshilflichen Analgesie. Die werdenden Mütter erhalten in diesem Falle eine sogenannte PCEA-Pumpe, aus der sie sich bei Bedarf eine Zusatzdosis anfordern können, die in diesem Falle nicht in die Vene, sondern in den Periduralraum abgegeben wird.

 

Patienten nach sehr großen und lang dauernden Operationen werden, ebenso wie alle lebensbedrohlich erkrankten Patienten der operativen Fachgebiete, auf der operativen Intensivstation behandelt. Hier behandelt unter der Leitung eines  Oberarztes ein Team aus anästhesiologischen und chirurgischen Assistenzärzten im Schichtsystem rund um die Uhr die Patienten. Mit modernsten technischen Mitteln werden die lebenswichtigen Funktionen des Organismus überwacht und bei Versagen von Organen, wie z.B. von Lungen oder Nieren entsprechende Organersatztherapien durchgeführt. Beatmungspflichtige Patienten werden häufig zumindest zeitweise im künstlichen Koma gehalten, müssen künstlich ernährt werden und benötigen eine sehr aufwendige Pflege. Ärzte wie Pflegepersonal tragen eine hohe Verantwortung und müssen dafür speziell ausgebildet sein.


Für Angehörige der Patienten bedeutet die Phase der Intensivbehandlung oft eine große seelische Belastung. Um diese Belastung zu mildern, suchen Ärzte wie Pflegepersonal den häufigen und intensiven Kontakt zu den Angehörigen mit dem Ziel, den Krankheitsverlauf und die notwendigen Maßnahmen verständlich und nachvollziehbar zu machen und wenn nötig, Trost zu spenden.


Unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Albuszies freut sich ein Abteilungsteam von 6 Oberärzten, 6 Fachärzten und 15 Assistenzärzten, mit dem Ziele der Sicherheit und des Wohlergehens Patienten rund um eine Operation  die oben aufgeführten Leistungen anbieten zu können.


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Kontakt

 
CA_Dr_Gerd_Albuszies

Chefarzt der Klinik für Anästhesie, anästhesiologische Intensivmedizin und
perioperative Schmerztherapie

 

PD Dr. med. Gerd Albuszies

 

Telefon:  06142 88-1396
Telefax:  06142 88-1274

E-Mail: fa-anaesthesie@
            GP-Ruesselsheim.de

 

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