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Myomzentrum

Myome der Gebärmutter

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore des weiblichen Genitaltraktes. Etwa jede zweite Frau zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr ist von Myomen betroffen.


Myome sind Geschwülste, die von der Muskelschicht der Gebärmutter (Uterus) ausgehen, dem sogenannten Myometrium. Auch wenn häufig der Begriff Tumor verwendet wird, sind Myome gutartig, gehören also nicht zu den Krebserkrankungen. Sie wachsen sehr langsam in der Wand oder am Rand der Gebärmutter und bestehen aus Bindegewebe und glatter Muskulatur. Die meisten Myome bleiben sehr klein und verursachen keine Beschwerden, somit sind sich viele Frauen nicht bewusst, dass sie Myome haben.

Symptome

In der Mehrzahl der Fälle verursachen Myome keinerlei Beschwerden und werden häufig als Zufallsbefund diagnostiziert, z. B. bei der Ultraschalluntersuchung In diesen Fällen ist keine Behandlung notwendig.

 

Folgende Symptome sind möglich:
• starke und / oder verlängerte Regelblutung
• Zwischenblutungen
• Schmerzen bei der Regelblutung
• Schmerzen und / oder Druckgefühl im Unterbauch und Beckenbereich
• sichtbare Größenzunahme des Bauches
• häufiges Wasserlassen und / oder Missempfindungen beim Wasserlassen
• Verstopfung
• schmerzhafter Geschlechtsverkehr
• Probleme, schwanger zu werden
• Schwangerschaftskomplikationen und / oder Fehlgeburten

Diagnostik

• Arzt-Patientin-Gespräch (Anamnese)

• Tastuntersuchung (bimanuelle Palpation)

• Ultraschalluntersuchung (Vaginal-Sonografie)

• Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

• Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Behandlungsmöglichkeit

Prinzipiell kann man zwischen medikamentösen, chirurgischen und radiologischen Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden. Bei der Wahl der Therapie muss immer entschieden werden, ob die Gebärmutter erhalten werden soll oder nicht.

 

Medikamentöse Myomtherapie
Medikamentöse Therapien haben den Vorteil, dass sie die Gebärmutter und die Fruchtbarkeit erhalten können. Sie greifen das Myom gezielt an, kontrollieren die Blutung und vermindern dessen Größe. Dies führt zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität. Die Schrumpfung des Myoms kann sich zusätzlich positiv auf eine anschließende Operation auswirken: So können Eingriffe kürzer oder unter besseren Ausgangsbedingungen erfolgen.

 

Operative organerhaltende Myom-Therapie

Bei der Myomentfernung (Myomektomie) wird nur das Myom unter Erhalt der Gebärmutter entfernt. Ein Vorteil ist die weiterbestehende Fruchtbarkeit, falls noch ein Kinderwunsch besteht. Nach einer Myomenukleation kann es in den darauffolgenden Jahren
zu einem erneuten Wachstum von Myomen kommen. In 20 - 40 % der Fälle kann diese eine erneute Operation nach sich ziehen. Ob eine Myomenukleation in Frage kommt, hängt von Lage, Größe und Zahl der Myome sowie dem Therapieziel ab.

 

Eine Myomektomie kann auf folgenden Wegen durchgeführt werden:
• Bauchschnitt (Laparotomie) 
• Bauchschnitt / Schlüsselloch-Technologie (Laparoskopie)

• Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

 

Operative nicht-organerhaltende Methoden

• Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) per Laparoskopie

In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Gebärmutter oder einen Teil der Gebärmutter komplett zu entfernen. Vor einem solchen Eingriff sollte die Familienplanung abgeschlossen sein, da nach diesem Eingriff eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Vorteil der Entfernung der Gebärmutter ist, dass die Patientin schnell symptomfrei ist, insbesondere die Blutungsstörungen beseitigt sind und keine Myome mehr auftreten können.

Weiterführende Informationen

 

Informationsbroschüre Gebärmutter-Myom: Symptome, Diagnose und Therapie (PDF, 3 MB)


© 2010 GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim gemeinnützige GmbH
Kontakt

 


Chefarzt Prof. Dr. med. 
Eric Steiner


Telefon:  06142 88-1316
Telefax:   06142 88-1223

E-Mail: frauenklinik@
GP-Ruesselsheim.de
 

 

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