Darmkrebszentrum Rüsselsheim

Darmkrebserkrankungen sind mit fast 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die zweithäufigste Krebsart. Wird die Diagnose frühzeitig gestellt und erfolgt eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie, bestehen heutzutage gute Heilungschancen.

Das interdisziplinäre Darmkrebszentrum ist eine Einrichtung zur Verbesserung der Krankenversorgung und Forschung am GPR Klinikum in Rüsselsheim.

Behandlungsschwerpunkte

Ziel des Darmkrebszentrums ist die Verbesserung von:

  • Früherkennung
  • Diagnose
  • Therapie
  • Nachsorge

... bei gutartigen und bösartigen Darmerkrankungen.

 

Wie entsteht Darmkrebs?

Krebszellen entstehen aus gesunden Körperzellen. Ursächlich hierfür sind Veränderungen (Mutationen) am Erbmaterial, die zu unkontrolliertem Wachstum der Zellen führen können. Das Wachstum und die Vermehrung von Zellen unterliegen normalerweise einer strengen körpereigenen Kontrolle. Wenn diese Kontrolle nicht mehr funktioniert, können sich die Krebszellen weiter vermehren. Die Ursachen für die Entstehung von Mutationen sind vielfältig. Es gibt vererbte sowie durch äußere Einflüsse verursachte Mutationen, aber auch spontan auftretende.

Darmkrebstumore gehen in den meisten Fällen aus Darmpolypen hervor. Diese können jahrelang gutartig bleiben, aber sich auch zu einem bösartigen Tumor entwickeln  – dies geschieht meist schleichend innerhalb von fünf bis zehn Jahren.

Da im Alter die Fähigkeit des Menschen abnimmt, die Fehler des Erbmaterials zu korrigieren, nimmt die Anzahl der Betroffen  im Alter zu. Vor dem 55. Lebensjahr leiden nur ca. zehn Prozent an Darmkrebs. Genveränderungen können aber auch vererbt werden. In solchen Fällen sammeln sich genetische Schäden wesentlich schneller an und die Krankheit kann schon in jungen Jahren entstehen.

Eine genetische, familiäre Belastung liegt bei ca. 30 % aller von Darmkrebs Betroffenen vor. Da für direkte Verwandte ein erhöhtes Risiko vorliegt, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken, geht das Thema die ganze Familie an.

 

Früherkennung

Ab dem Alter von 50 Jahren hat in Deutschland jeder Versicherte Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs.

Im Rahmen der gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland können krankenversicherte Personen im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich einen Stuhltest durchführen lassen. Ab dem Alter von 55 Jahren besteht im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ein Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie). Bei einem unauffälligen Befund besteht Anspruch auf eine Wiederholungskoloskopie nach zehn Jahren. Versicherte können alternativ ab dem vollendeten 55. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen.

 

Diagnose

Bei Beschwerden sollte unabhängig vom Alter eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden.

Zu den Beschwerden zählen u. a.:

  • Schmerzen
  • Verstopfungsneigung
  • Blut- oder Schleimbeimengungen im Stuhl

Wenn sich im Rahmen des Stuhltests der Verdacht auf eine Darmkrebserkrankung ergibt, so sollte zur weiteren Abklärung bei einem Spezialisten für Magen- und Darmerkrankungen (Gastroenterologe) eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Finden sich dabei auffällige Befunde, so können Gewebeproben entnommen werden, um eine mögliche Krebserkrankung festzustellen.

Im Darmkrebszentrum arbeiten wir mit den niedergelassenen Arztpraxen eng zusammen. Wird dort eine Darmkrebserkrankung festgestellt, kann die Zuweisung in unsere Sprechstunde erfolgen. Ein Termin für eine unserer Sprechstunden kann über die Sekretariate der am Darmkrebszentrum beteiligten Kliniken vereinbart werden.

 

Terminvereinbarung zur Sprechstunde

Viszeralchirurgie                     Telefon: 06142 88-1348
Onkologie                               Telefon: 06142 88-1024
Gastroenterologie                   Telefon: 06142 88-1864
Radiologie                               Telefon: 06142 88-1500
Strahlentherapie                     Telefon: 06142 79448-0

 

Therapie

Im Rahmen  eines Beratungsgesprächs werdenden Patienten u. a. die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten des Darmkrebses erörtert. Neben den interdisziplinär abgestimmten Behandlungskonzepten halten wir auch Angebote aus dem sozialen und pflegerischen Themenkreis für Sie bereit.

Durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spezialisten aus den Bereichen

  • Viszeralchirurgie
  • Gastroenterologie
  • Hämato-Onkologie
  • Radiologie
  • Strahlentherapie und
  • Pathologie

können geeignete Therapien angeboten und durch die Vernetzung bestmöglich aufeinander abgestimmt werden.

 

Nachsorge

In Abhängigkeit von den Untersuchungsbefunden, dem Operationsbefund und von der Gewebeuntersuchung des Tumors wird ein Tumorstadium ermittelt. In der interdisziplinären Tumorkonferenz wird anhand dieses Tumorstadiums eine Empfehlung für die Nachsorge gegeben, die individuell auf den Patienten angepasst ist. In einem weiteren Beratungsgespräch wird die Empfehlung mit dem Patienten besprochen und dann auch dem Hausarzt mitgeteilt.

 

 

Leitung & Team

Ambulanzen & Termine

Terminvereinbarung zur Sprechstunde:

ViszeralchirurgieTelefon: 06142 88-1348
OnkologieTelefon: 06142 88-1024
RadiologieTelefon: 06142 88-1500
GastroenterologieTelefon: 06142 88-1864
StrahlentherapieTelefon: 06142 79448-0


Unsere Ärztinnen und Ärzte und weitere Mitarbeiter stehen Ihnen während der Sprechstunde mit Rat zur Seite.

Ärztliche Leitung
Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Dr. med. Lars Leupolt

Tel. 06142 88-1348
Fax 06142 88-1674
leupolt@gp-ruesselsheim.de

Kontakt
Chefarztsekretärin

Dagmar Löhr

Tel. 06142 88-1348
Fax 06142 88-1647
loehr@gp-ruesselsheim.de

Ambulanz-Sprechstunde
Interdisziplinäre Zusammenarbeit