Interdisziplinäre Intensivmedizin

Im Bereich Intensivmedizin werden die Patientinnen und Patienten interdisziplinär medizinisch von Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Anästhesiologie, anästhesiologische Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie sowie der II. Medizinischen Klinik versorgt. Die pflegerische Betreuung übernimmt ein engagiertes Team von Fachpflegekräften.

Behandlungsschwerpunkte

Anästhesiologischen operativen Intensivstation

Die Anästhesie kümmert sich nach operativen Eingriffen an schwerkranken Patienten auf der anästhesiologischen operativen Intensivstation um die regelrechte Funktion und die Überwachung von Herz, Kreislauf, Atmung, Gehirn, Stoffwechsel, Niere, Leber, Immunabwehr etc. Hierzu stehen ein Chefarzt, ein Anästhesie-Oberarzt, vier Assistenzärzten der Anästhesie, ein Assistenzarzt der Chirurgie sowie 18 Pflegekräften rund um die Uhr zur Verfügung. Die Station ist für maximal neun Patienten eingerichtet, die dort gleichzeitig behandelt werden können. Mit fünf modernsten Beatmungsgeräten und Organsatzverfahren können Patienten mit Lungen-, Nieren- und anderen Organversagen über die bedrohlichsten Phasen ihrer Erkrankung hinweggeholfen werden. Blutsparende Verfahren beschränken den körperfremden Einsatz von Blut, Blutkomponenten und Gerinnungsfaktoren auf ein Minimum.

 

Engmaschige Überwachung der Patienten

Nach großen und langwierigen Operationen müssen die verschiedenen Organfunktionen (Herz, Lunge, Kreislauf, Blutgerinnung, Niere) für einige Tage engmaschig überwacht werden, da die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eventueller Komplikationen in diesem Zeitraum am höchsten ist. Manche Patienten, die als Notfall operiert werden müssen (schwerer Unfall, durchgebrochener Magen bei Magengeschwür usw.) kommen wegen ihrer Grunderkrankung schon in sehr schlechtem Zustand ins Krankenhaus. Während der Narkose bemerkt der Anästhesist, dass ein oder mehrere lebenswichtige Organe des Körpers nur mit der Unterstützung durch Medikamente (z.B. Herz oder Kreislauf) oder Apparate (Lunge) ausreichend arbeiten. Diese Patienten müssen bis zur Stabilisierung ihres Zustandes (Unterstützung durch Geräte oder Medikamente nicht mehr erforderlich) intensivmedizinisch behandelt werden. Patienten nach Unfällen mit schweren Verletzungen, Patienten, die im Anschluss an Operationen bedrohliche Komplikationen erlitten, Patienten mit schweren Erkrankungen, die vielleicht operiert, in jedem Falle aber überwacht werden müssen (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung) bedürfen alle der Behandlung auf der Intensivstation. Die engmaschige Überwachung die in einer Intensivstation möglich ist erlaubt es, die Organfunktionsstörungen rechtzeitig zu erkennen und falls erforderlich, unter Einsatz modernster Geräte zu behandeln. So ist es möglich, die Funktion der Atmung bzw. der Lunge durch Beatmungsgeräte und die der Niere durch ein Nierenersatzgerät über geraume Zeit aufrecht zu erhalten.

 

Internistische Intensivstation

Auf der internistischen Intensivstation (9 Intensivbetten, 5 Beatmungsplätze, 3 Intermediate Care-Überwachungsbetten) werden Patienten mit schwerwiegenden internistischen Krankheitsbildern und Verläufen behandelt. Dabei werden alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren der modernen Intensivmedizin - wie invasive und nicht invasive Beatmung, Punktionstracheotomie, Hämodialyse, Kreislaufunterstützungssysteme, Kühlsysteme nach Reanimation - angewandt. Neben dem Schwerpunkt der Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems werden alle komplizierten internistischen Krankheitsverläufe behandelt.Hierbei kommen sämtliche diagnostischen und therapeutischen Verfahren der modernen Intensivmedizin zum Einsatz:

  • Akutdialyse und Hämoperfusion
  • alle Verfahren der künstlichen Ernährung
  • Defibrillation und passagere Schrittmachertherapie
  • Infusions- und Transfusionstherapie
  • invasive und nicht-invasive Beatmungsstrategien
  • Kardioversion
  • medikamentöse Thrombolysetherapie
  • Primäre und sekundäre Giftelimination bei Intoxikationen

 

Ausgewählte Möglichkeiten der Intensivstation sind:

  • Extrakorporale Verfahren
  • Frühe enterale Ernährung und Mobilisation (Fast Track Konzept)
  • intraaortale Ballongegenpulsation (IABP)
  • Invasives Kreislaufmonitoring
  • Invasive und nicht invasive Beatmung
  • In der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) werden Lyse-Therapien durchgeführt
  • Punktionstracheotomien
  • Regionale und systemische Schmerztherapie in Kooperation mit der Klinik für Anästhesie, anästhesiologische Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie

 

 

 

Leitung & Team

Ärztliche Leitung
Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, anästhesiologische Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie

PD Dr. med. Gerd Albuszies, MBA

Tel. 06142 88-1396
Fax 06142 88-1274
albuszies@gp-ruesselsheim.de

Chefarzt II. Medizinische Klinik

PD Dr. med. Oliver Koeth

Tel. 06142 88-1331
Fax 06142 88-1224
koeth@gp-ruesselsheim.de