GPR Klinikum zeigt: Jeder kann Leben retten

Was tun, wenn ein Mensch plötzlich bewusstlos zusammenbricht und nicht mehr normal atmet? Sofort handeln, den Notruf 112 wählen und mit der Herzdruckmassage beginnen. Wie einfach das im Ernstfall funktionieren kann, zeigte das GPR Klinikum am Dienstag, 22. September im Foyer der Ebene 2. Der Aktionstag fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ statt. Die Aktionswoche findet vom 21. bis 27. September 2026 statt und steht unter dem Motto „Prüfen – Rufen – Drücken“. Sie soll die Bevölkerung für die Bedeutung der Laienreanimation sensibilisieren und dazu ermutigen, im Notfall selbst aktiv zu werden.

Mitarbeitende aus der Notaufnahme führten Reanimationsdemonstrationen durch. Besucherinnen und Besucher konnten anschließend selbst an Übungspuppen trainieren und dabei die richtige Durchführung der Herzdruckmassage praktisch ausprobieren. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Informationsmaterial mit wichtigen Hinweisen zum richtigen Verhalten bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, um das Erlernte auch über den Aktionstag hinaus präsent zu halten.

„Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Entscheidend ist deshalb, dass überhaupt geholfen wird. Wer den Notruf absetzt und sofort mit der Herzdruckmassage beginnt, kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken und damit einen wichtigen Beitrag zur Rettung eines Menschenlebens leisten“, erklärt Dr. Marco Renth, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Groß-Gerau und stellvertretender Leiter der Notaufnahme im GPR Klinikum.

Nach den aktuellen Daten des Deutschen Reanimationsregisters wurden 2025 bei 53,5 Prozent der erfassten außerklinischen Reanimationsfälle bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Wiederbelebungsmaßnahmen durch Ersthelferinnen und Ersthelfer begonnen. Damit hat sich die Ersthelferquote gegenüber früheren Jahren deutlich erhöht. Dennoch besteht weiterhin Potenzial: In einigen europäischen Ländern werden deutlich höhere Quoten erreicht.

„Viele Menschen haben Angst, etwas falsch zu machen. Genau diese Hemmschwelle möchten wir mit unserem Aktionstag abbauen. Bei einer Reanimation ist es wichtiger, zu handeln, als aus Angst vor einem Fehler nichts zu tun“, sagt Stefan Keller, stellvertretender Geschäftsführer des GPR.